Ich fasse in dieser Folge 20 Dinge zusammen, die ich gern früher gewusst hätte, seit wir 2017 Online Präsenzen bauen. Du bekommst konkrete Hinweise, wie du eine B2B Website so aufbaust, dass Besucher nicht nur sagen „nett“, sondern den Wunsch verspüren, anzufragen.
Wie Besucher deine Seite wirklich nutzen
Besucher scannen Seiten. Nur selten wird intensiv gelesen. Auffällige Elemente ziehen die Aufmerksamkeit.
Auf durchschnittlichen B2B Websites werden nur zwei Unterseiten aufgerufen. Meistens landen Besucher zuerst auf der Startseite und klicken höchstens einmal weiter.
Mindestens 50 Prozent der Klicks erfolgen mobil. Mobil bedeutet: sofort klar machen, was für den Besucher drin ist.
Warum Klarheit über Design steht
Text und Layout steuern die Aufmerksamkeit und folgen der Kundenpsychologie. Schönes Design ohne klare Botschaft bringt keine Anfragen.
Die Headline ist der wichtigste Text auf der Seite. Sie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gelesen.
Entferne Buzzwords und vage Formulierungen. Schreib in der Sprache deiner Kunden.
Beispiele für schlechte Formulierungen vermeiden. Statt "Unser seit 1999 tätiges Team betreut sie" besser sagen: Was bekommt der Kunde konkret und welchen Vorteil hat er gegenüber Alternativen.
Wen möchtest du ansprechen und wie
Es gibt zwei zentrale Zielgruppenlevel. Je nachdem änderst du Struktur und Handlungsaufruf.
Zielgruppe
Was sie braucht
Passender Handlungsaufruf
Person mit akutem Bedarf
Schnelle Lösung oder Termin
Termin buchen, WhatsApp Button, Rückruf, klares Kontaktformular mit nächsten Schritten
Person mit latentem Bedarf
Mehr Infos zur Orientierung
Download, Webinar, Video, Prozessanalyse
Spezifische Handlungsaufrufe
Gute Handlungsaufrufe sind spezifisch. Sie erklären Grund der Anfrage, den Nutzen für den Kunden und was danach passiert.
Formulierungen wie "Kontakt aufnehmen" sind zu allgemein. Besser: "Kostenlosen Ersttermin buchen" oder "Projektcheck mit Angebot in 48 Stunden".
Zielgruppenrecherche ist mehr als eine USP
Das Ziel ist nicht nur eine USP zu formulieren. Es geht darum, die Sprache zu treffen, die Probleme zu benennen und die Lösung so zu erklären, dass sie einen Nerv trifft.
Insbesondere bei erklärungsbedürftigen B2B Angeboten sind Tests notwendig, um die richtige Ansprache zu finden.
Nutze wiederkehrende Fragen aus Vertrieb und Kundenservice als Inhalte. Das sind häufig die besten Bausteine für Seiten und FAQs.
Vertrauen, Social Proof und Deadlines
Referenzen, Kundenlogos und Testimonials sollten mehrfach auf der Seite auftauchen. Jede Wiederholung erhöht Vertrauen.
Wenn dein Produkt eine Deadline hat wird die Erfolgsquote von Kampagnen deutlich höher, weil Dringlichkeit die Konversion steigert.
SEO, KI Systeme und Auffindbarkeit
Moderne KI Suchwerkzeuge wie Perplexity, Gemini oder JetGPT orientieren sich an Websites, die für Nutzer optimiert sind. Wer Klarheit bietet wird eher empfohlen.
Optimiere nicht für Suchmaschinen als Abstraktum. Optimiere für die Person am Bildschirm die bei dir anfragen soll.
Wir haben intern eine Software gebaut, die prüft, ob und wie Unternehmen von KI Systemen gefunden und empfohlen werden.
Email Marketing und Tracking
Email Marketing ist in den meisten B2B Fällen ein Muss. Biete einen echten Mehrwert im Tausch gegen eine Email Adresse.
Nur Analytics zu installieren reicht nicht. Du musst auswerten welche Quellen wie viele Anfragen liefern und wie lange Nutzer bleiben.
Gute Analytics verbinden Google und Meta Daten und ermöglichen zahlenbasierte Entscheidungen.
Lead Identifikation und Retargeting
Es gibt Tools die dir zeigen, welche Unternehmen deine Website besucht haben. Im B2B ist das extrem wertvoll für den Vertrieb.
Solche Daten helfen auch beim Aufbau von Zielgruppen für LinkedIn, Meta und Google Anzeigen.
Bonus Framework für erfolgreiche B2B Websites
So gehe ich vor, wenn ich eine B2B Website strukturiere. Das Framework ist praxisorientiert und lässt sich auf einfache und komplexe Produkte anwenden.
Bestimme die Verständlichkeit des Produkts. Ist es einfach oder erklärungsbedürftig?
Sammle Fragen aus Vertrieb und Kundenservice. Ableitungen daraus beantworten Besucher proaktiv.
Analysiere die Konkurrenz. Was fehlt bei denen?
Koppel dein Produkt an die zwei wirtschaftlichen Hebel: Entweder spare Kosten oder erhöhe Erträge.
Baue die Seite in dieser Reihenfolge auf:
Headline und Unterüberschrift: Was macht ihr und was ist für den Besucher drin
Vorteile und Nutzen klar benennen
Bei erklärungsbedürftigen Angeboten: Probleme beschreiben und Lösungen zeigen
Ergebnisse und Zahlen nennen wenn möglich
Proof durch Referenzen und Testimonials
Spezifischer Handlungsaufruf
Konkrete kurze Checkliste zum Schluss
Headline prüfbar machen. Testen ob Besucher die Headline wahrnehmen.
Passende Handlungsaufrufe für akut und latent konfigurieren.
Email Opt ins mit relevantem Lead Magnet anbieten.
Analytics so einrichten, dass Quellen, Verweildauer und Anfragequoten sichtbar sind.
Social Proof mehrfach verwenden und Deadlines wenn möglich sichtbar machen.
Wenn du diese Punkte systematisch abarbeitest, wird deine Website vom schönen Schaufenster zum funktionierenden Lead Generator. Das ist unsere Erfahrung aus vielen Projekten bei mad.Design.
Wie nutzen Besucher eine B2B-Website wirklich?
Besucher scannen Seiten, lesen selten intensiv: Die Headline entscheidet oft, ob weitergelesen wird. Auf durchschnittlichen B2B-Seiten werden meist nur zwei Unterseiten aufgerufen und über 50 % der Klicks erfolgen mobil. Deshalb muss sofort klar sein, was der Besucher davon hat: prägnante Headline, klare Nutzenbotschaften und ein sichtbarer, spezifischer CTA oberhalb der Falz.
Warum ist die Headline auf der Website so wichtig?
Die Headline ist das am wahrscheinlichsten gelesene Element und entscheidet über Verweildauer. Sie sollte in der Sprache der Kunden kurz sagen, was ihr anbietet und welchen konkreten Vorteil der Besucher hat. Buzzwords und vage Formulierungen vermeiden; Headlines A/B-testen und auf Mobilgerät prüfen.
Wie gestalte ich effektive Handlungsaufrufe (CTAs) für akuten und latenten Bedarf?
Unterscheide Zielgruppen: Bei akutem Bedarf sind klare, sofortige Aktionen nötig (z. B. 'Kostenlosen Termin buchen', WhatsApp-Button, Rückruf). Bei latentem Bedarf bieten sich Bildungsangebote an (Download, Webinar, Video). Jeder CTA sollte Grund der Anfrage, Nutzen für den Nutzer und nächsten Schritt nennen; Deadlines erhöhen die Conversion.
Welche Rolle spielen Vertrauen, Social Proof und Deadlines für Conversion?
Mehrfache Platzierung von Referenzen, Kundenlogos und Testimonials steigert Vertrauen. Konkrete Ergebnisse oder Zahlen erhöhen Glaubwürdigkeit. Dringlichkeit durch Deadlines oder zeitlich begrenzte Angebote erhöht die Abschlussrate, weil sie Nutzer zum Handeln motiviert.
Wie optimiere ich meine Website für KI-Suchsysteme und bessere Auffindbarkeit?
Optimiere primär für die reale Zielperson: klare Struktur, präzise Headlines, beantwortete Kernfragen und nützliche Inhalte. KI-Systeme bevorzugen Seiten, die Nutzern helfen—deshalb wiederkehrende Kundenfragen, strukturierte Inhalte und eindeutige Nutzenbotschaften priorisieren. Meta-Informationen und saubere Inhaltsstruktur erleichtern außerdem das Indexieren.
Welche Analytics- und Tracking-Daten sind für B2B-Websites unverzichtbar?
Neben Basis-Analytics musst du Quellen, Verweildauer, Bounce-Rate und vor allem Conversions/Anfragen messen. Verbinde Web-Analytics mit Anzeigen- und E-Mail-Daten, identifiziere, welche Kanäle echte Anfragen liefern, und nutze Lead-Identifikation für B2B-Retargeting und Vertriebsansprache.
Wie strukturiere ich eine B2B-Website nach dem vorgestellten Framework?
Vorgehen: 1) Prüfen, ob Produkt einfach oder erklärungsbedürftig ist; 2) Fragen aus Vertrieb/Kundenservice sammeln; 3) Konkurrenz analysieren; 4) Produkt an wirtschaftliche Hebel koppeln (Kosten sparen oder Erträge steigern); 5) Seitenaufbau in dieser Reihenfolge: Headline + Untertitel → Vorteile/Nutzen → Probleme & Lösungen (bei erklärungsbedürftigen Angeboten) → Ergebnisse/Zahlen → Proof (Referenzen) → spezifischer CTA.
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